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Nichtwohngebäude-Studie 2017 beginnt


Die Pilotphase der Nichtwohngebäude-Studie 2017 beginnt nun in 22 Erhebungsbezirken in Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In zunächst bis zu 500 öffentlichen oder privaten Nichtwohngebäuden sollen sich jetzt Eigentümer finden, die etwa 30 Minuten lang Fragen zu Themen wie Baualter, Größe, Funktion, Wärmedämmung oder Heiztechnik ihrer Gebäude beantworten. Die Pilotphase des Screenings ist abgeschlossen, in den 22 Pilotbezirken wurden die Hausumringe in der Stichprobe auf Relevanz für die Studie geprüft, die Gebäude definiert und einige von außen sichtbare Gebäudemerkmale erhoben. Nun werden die weiteren Abläufe im Projekt getestet.

Die Studie ist Teil des Projekts Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude (kurz: ENOB:dataNWG), das die Lücken in der Gebäudestatistik schließen will. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im 6. Energieforschungsprogramm gefördert. Die Projektleitung liegt beim Institut Wohnen und Umwelt (IWU) in Darmstadt, zum Forschungskonsortium gehören außerdem das Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden und die Bergische Universität Wuppertal (BUW). Während Wohngebäude im Zensus und in der Bautätigkeitsstatistik gut erfasst sind, fehlen solche Daten zu Struktur und energetischem Zustand zu allen anderen Gebäuden, die eben nicht dem Wohnen dienen. In dem Forschungsprojekt werden klassische Methoden der Stichprobenerhebung mit den neuen Möglichkeiten der Geoinformatik auf Basis georeferenzierter Hausumringe kombiniert. Durch diesen neuen Ansatz soll der Sektor der Nichtwohngebäude mit vertretbarem Aufwand statistisch belastbar erfasst werden.

Mit der Befragung wurde eines der führenden Marktforschungsinstitute Deutschlands, das IFAK Institut für Markt- und Sozialforschung, beauftragt. Die Inhalte des Fragebogens wurden vom IWU erarbeitet. Insgesamt sollen in der späteren Hauptphase bundesweit bis zu 10.000 Interviews per Telefon oder Online-Fragebogen zusammen kommen. Dazu muss die Branche mitspielen. "Wir hoffen, genügend Ansprechpartner zu finden, und bitten um Mitarbeit", appelliert Projektleiter Michael Hörner (IWU), und wirbt mit dem Nutzen für die Allgemeinheit: Da das Vorhaben ausschließlich durch öffentliche Mittel finanziert wird, seien die Ergebnisse später für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik verfügbar.

Auf der Projekthomepage ist die Nichtwohngebäude-Studie 2017 ausführlich beschrieben.

Im Portal ENERGIEWENDEBAUEN und BINE News wird der Beginn der Pilotphase der Breitenerhebung ebenfalls kommuniziert.


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