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Das IWU veröffentlicht das Analyseinstrument "Budgetlinienmodell"


Das Budgetlinienmodell ist ein Analyseinstrument, mit dem das Zusammenwirken verschiedener Transferleistungen grafisch untersucht werden kann. Das Modell berechnet auf der Grundlage der Haushaltsbruttoeinnahmen auf Monatsebene die verfügbaren Einkommen nach Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen mit und ohne Transferleistungen. Das Besondere an dem Modell ist, dass der Nutzer den Haushalt, für den die Zusammenhänge untersucht werden sollen, innerhalb gewisser Grenzen nach eigenen Vorstellungen konfigurieren kann. Das Budgetlinienmodell wird jährlich an die aktuellen steuer-, versicherungs- und transferrechtlichen Regelungen angepasst. Aktuell liegen Budgetlinienmodelle für die Jahre 2014 und 2015 vor.

In das Modell einbezogen werden die wichtigsten Mindestsicherungs- und vorrangigen Leistungen. Von den Mindestsicherungsleistungen werden die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II), die Hilfe zum Lebensunterhalt (3. Kapitel SGB XII) und die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (4. Kapitel SGB XII) berücksichtigt. Unter den vorrangigen Leistungen erfasst das Budgetlinienmodell das Wohngeld, den Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz und den Zuschuss zu den Versicherungsbeiträgen nach § 26 SGB II.

Die Haushaltsbruttoeinnahmen werden auf der Abszisse und die verfügbaren Haushaltseinkommen auf der Ordinate abgetragen. Der funktionale Zusammenhang zwischen den Haushaltsbruttoeinnahmen und dem verfügbaren Haushaltseinkommen wird durch sog. Budgetlinien dargestellt, wobei jede Grafik eine Budgetlinie für den Zusammenhang ohne Transferleistungen und mehrere Budgetlinien für die unterschiedlichen Transferleistungen zeigt.

Das Budgetlinienmodell liegt als Microsoft Excel 2007 Anwendung mit aktivierten Makros vor und kann unter http://budgetlinienmodell.iwu.de heruntergeladen werden.


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