Ausgangslage
Im Bereich der Wohngebäude werden seit vielen Jahren Gebäudetypologien für die energetische Bewertung des Gebäudebestands eingesetzt. Dieses Instrument kann sowohl in der Energieberatung für einzelne Gebäude als auch in der Modellierung eines Gebäudeportfolios eingesetzt werden. Für Nichtwohngebäude gibt es bisher keine vergleichbaren Werkzeuge. Der Bestand von Nichtwohngebäuden ist insbesondere durch die unterschiedlichen Nutzungen und den großen Einfluss der technischen Gebäudeausrüstung auf den Energieverbrauch deutlich heterogener als der von Wohngebäuden. Dies bringt methodische Schwierigkeiten bei der Erstellung von Typologien mit sich, die analysiert und gelöst werden müssen.
Ziele
Ziel des Projektes ist es deshalb, den Einstieg in eine energetische Typologie von Nichtwohngebäuden zu erreichen. Dazu werden über die Typologie der Gebäudehülle hinaus auch erstmals die Möglichkeiten einer Typologisierung der technischen Gebäudeausrüstung untersucht.
Vorgehen
Es wird systematisch untersucht, wie eine Gebäudetypologie für Nicht-Wohngebäude erstellt werden kann. Dabei werden die baulichen Merkmale häufig vorkommender Arten und Ausprägungen von vorwiegend öffentlichen Nicht-Wohngebäuden am Beispiel der Büro- und Verwaltungsgebäude des Hessischen Immobilienmanagements einer Typologie nach ca. 5 Baualtersklassen ähnlich der bei Wohngebäuden zugeordnet. Die anlagentechnischen Merkmale häufig vorkommender Arten und Ausprägungen von Wärmeversorgungsanlagen und von Beleuchtungsanlagen werden ebenfalls in einer jeweils eigenen Typologie dargestellt. Grundlage für die energetische Bilanzierung ist das am IWU entwickelte TEK-Tool. Maßnahmen werden wirtschaftlich auf Basis des TEK-Projekts und spezieller Kostenermittlungen mit einem externen Architekturbüro bewertet.
Bearbeitungszeitraum
2010 bis 2012
Kontakt
Michael Hörner
Tel.: 06151 2904-52,
E-Mail m.hoerner@iwu.de
Fördergeber
Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Partner
PlanungsgruppeDREI