Heizkosten im Passivhaus - Warmmiete oder Flatrate-Modell?

Ausgangslage
Passivhäuser werden bislang überwiegend von SelbstnutzerInnen (hier in der Zwischenzeit in den verschiedenen Bau- und Eigentumsformen des EFH, Reihenhauses und Geschosswohnungsbaus) realisiert. In der gewerblichen Wohnungswirtschaft stößt der Bau von Passivhäusern sowohl bei Wohnungsunternehmen als auch bei KleinvermieterInnen immer noch auf Vorbehalte. Die existierenden Anreize bzw. Vorteile werden gegenüber den höheren Investitionskosten und dem unternehmerischen Wagnis als zu gering angesehen.

Ziele
Ziel des Projektes ist es, die Motivation zum Bau von Passivhäusern bzw. zur Sanierung auf Passivhausniveau im Mietwohnungsbau durch den Einsatz von innovativen Abrechnungsmethoden im Bereich der Energiekosten für Heizung und Warmwasser zu verbessern. Die Untersuchung richtet sich an professionelle Investoren (Wohnungsunternehmen) und an private Einzelinvestoren (VermieterInnen). Für beide Investorentypen soll aufgezeigt werden, wie die (zusätzlichen) Investitionskosten des Passivhauses - hier die hocheffizienten Investitionen zur Minimierung der "Erwärmungskosten" (Raumwärme und Wasser) - refinanziert ("Investor-Nutzer-Dilemma") und die Heizkostenabrechnung vereinfacht werden können.

Dazu sollen die beiden folgenden Instrumente untersucht werden:

Vorgehen
Die Entwicklung der oben genannten Instrumente verlangt die Berücksichtigung juristischer, energietechnischer, wirtschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Gesichtspunkte. Die aufgeworfenen Fragen sollen durch ein interdisziplinäres Team des IWU gutachterlich bearbeitet werden. Dies schließt ExpertInnengespräche mit zukünftigen InvestorInnen ein.

Bearbeitungszeitraum
bis Ende 2008

Kontakt
Iris Behr
Tel. 06151 2904-40
E-mail i.behr(at)iwu(dot)de

Auftraggeber/Förderung
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

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