Untersuchung zu den Implikationen der europäischen Berechnungsmethode des „kostenoptimalen Niveaus“

Ausgangslage

Die EU hat 2010 eine Neufassung der Richtlinie über die Gesamteffizienz von Gebäuden (EPBD) beschlossen. Darin werden die Mitgliedstaaten verpflichtet, Mindestanforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden bzw. Bauteilen festzuschreiben. Mindestens muss dabei das „kostenoptimale Niveau“ der Energieeffizienz vorgeschrieben werden, die Mitgliedstaaten dürfen in ihren Vorschriften aber auch über dieses Niveau hinausgehen. Die Details dieses Nachweises werden auf EU-Ebene derzeit diskutiert. Insbesondere wird eine Methode zur Ermittlung des kostenoptimalen Niveaus festgelegt (“comparative framework methodology“).

Ziele

Ziel des Vorhabens ist es, zukünftige Weiterentwicklungen des Niveaus der EnEV-Anforderungen vor dem Hintergrund der EPBD-Novelle zu beurteilen. Dabei ist das in Deutschland geltende Wirtschaftlichkeitsgebot des Energieeinspargesetzes (EnEG) zu beachten, das die Grundlage nationaler Wirtschaftlichkeitsnachweise bildet. 

Vorgehen

Bei der Bearbeitung der Studie sind folgende Arbeitsschritte vorgesehen:

  • Durchsicht der aktuellen Fassung der EU-Berechnungsmethode und Darstellung der Unterschiede zu den auf nationaler Ebene bisher durchgeführten Wirtschaftlichkeitsberechnungen
  • Berechnung des Kostenoptimums bzw. eines kostenoptimalen Bereichs nach „EU-Methode“ für die von den bedingten Anforderungen der EnEV betroffenen Bauteile im Gebäudebestand 
  • Berechnung des Kostenoptimums bzw. eines kostenoptimalen Bereichs nach „EU-Methode“ für den Neubau 

Bearbeitungszeitraum
2011 - 2012

Kontakt
Dr. Andreas Enseling
Tel. 06151 2904-55, E-Mail a.enseling(at)iwu(dot)de

Auftraggeber/Förderung
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Partner

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