Umsetzung und Evaluierung von energetisch differenzierten Mietspiegeln in Modellkommunen

Ausgangslage

Mit dem Mietrechtsänderungsgesetz, das im Mai 2013 rechtskräftig wurde, entstand für die Integration energetischer Beschaffenheitsmerkmale in Mietspiegel erstmals eine verbindliche Rechtsgrundlage. In der kommunalen Praxis herrscht jedoch noch erhebliche Unsicherheit über die methodisch sinnvolle Operationalisierung der energetischen Beschaffenheit. Darüber hinaus können die stark politisierten Handlungsarenen, die sich um die Mietspiegelerstellung herum durch Gewohnheitsrecht institutionalisiert haben, Hemmnisse für sinnvolle methodische Weiterentwicklungen darstellen. Dazu kommt, dass es seitens der Bundesregierung keine verbindlichen Qualitätsnormen für die Mietspiegelerstellung gibt. Da sich Umfang und methodische Vorgehensweise der Mietspiegelerstellung an die Rahmenbedingungen und Ressourcen vor Ort anpassen müssen, ist eine derartige Normung auch nur schwer zu erreichen.

Die Bundesregierung beschränkt sich deshalb darauf, Empfehlungen in Form von Leitfäden auszusprechen, denen in der Mietspiegelpraxis ersatzweise erhebliche qualitätssichernde Wirkung zukommt.

Ziele

Ziel der vom IWU als Teilleistung eines mehrjährigen Forschungsprojekts zur Praxis energetischer Mietspiegel in Modellkommunen erarbeiteten Arbeitshilfe war es deshalb nicht nur, den Bearbeitern und Auftraggebern kommunaler Mietspiegelerhebungen praxisnahe Hinweise für die Erstellung energetisch differenzierter Mietspiegel zu geben, sondern auch zur Qualitätssicherung bei der Erstellung von Mietspiegelgutachten beizutragen. Zielgruppe sind daher nicht nur Sachverständige, sondern ganz besonders auch kommunale Auftraggeber, die Mietspiegelerhebungen ausschreiben und verantworten, sowie lokale Stakeholder, die den Erstellungsprozess kritisch begleiten.

Ergebnisse

Die Broschüre orientiert sich an den einzelnen Arbeitsschritten der MietspiegeIerstellung. Es werden mögliche Indikatoren und Vorgehensweisen der energetischen Datenerhebung, Auswertung und Integration in den Mietspiegel diskutiert. Der Inhalt ist grundsätzlich methodenneutral aufgebaut, so dass Ersteller von Tabellenmietspiegeln und Regressionsmietspiegeln gleichermaßen angesprochen werden können. In jedem Arbeitsschritt werden Praxisbeispiele für mögliche Vorgehensweisen dargestellt.

Link zur Arbeitshilfe

Kontakt

Martin Vaché
Tel.: 06151 – 2904-42
E-Mail: m.vache(at)iwu(dot)de

Bearbeitungszeitraum

2011-2014

Auftraggeber

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Partner

F+B Forschung und Beratung

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