Transmonitor

Ausgangslage

In den letzten Jahren wird die Bedeutung der Städte für die biologische Vielfalt zunehmend betont: Als Gründe werden genannt, dass auf der einen Seite seit 2007 mehr als die Hälfte der Menschheit in Städten lebt, die Stadtbevölkerung entsprechende Res-sourcen in Anspruch nimmt und die Städte über die Verbreitung invasiver Arten besonders zur weltweiten Homogenisierung der biologischen Artenvielfalt beitragen, dass aber auf der anderen Seite für die meisten Menschen die städtische Natur der einzige Erfahrungsraum mit der biologischen Vielfalt darstellt und viele Städte durch eine hohe Artenvielfalt räumlich hervorstechen. Auffällig ist, dass viele Unklarheiten und Unsi-cherheiten bezüglich der Interpretation von Daten existieren, Vergleiche zwischen Städten verschiedener Regionen und Kontinente kaum möglich sind und kein hinreichendes Beobachtungssystem für Stadträume vorhanden ist. Die Schwierigkeiten der Anpassung der biologischen Daten an die Dynamik von urbanen Räumen resultiert zum einen an den aufwendigen Erhebungsmethoden und zum anderen an dem Bedarf an Fachpersonal zur Ermittlung der Daten.

Ziele

Die geplante Vorbereitungsstudie soll lokale jedoch international vernetzte Projektvorhaben vorbereiten, die über die Nutzung von so genannten „Experten-Laien-Systemen“ Monitoringsysteme entwickeln und erproben sollen. Diese Systeme sollen über die Bereitstellung von Informationen in ausreichender räumlicher und zeitlicher Dichte ein Monitoring der Entwicklung der Biodiversität in Städten ermöglichen, welches mit der dynamischen Entwicklung von Städten und Verstädterungsprozessen mithalten kann.

Vorgehen

In der Vorbereitungsstudie sollen folgende Punkte bearbeitet werden:

  • Analyse von Experten-Laien-Systemen;
  • Analyse der Ausgangsbedingungen in den potenziellen Projektstädten in Bezug auf die Umsetzung und die Zielsetzungen des Projektvorhabens;
  • Analyse und Entwicklung möglicher verwendbarer Indikatoren;
  • Definition eines ersten methodischen Rahmens für die Bestandsaufnahmen bzw. für das Monitoringsystem;
  • Ausarbeitung von Eckpunkten für vergleichende Analysen der Bestandsaufnahmen;
  • Ausarbeitung eines Projektdesigns und möglichen Projektantrages zum Thema.

 

Kontakt

Peter Werner
Tel.: 06151 – 2904-39
E-Mail: p.werner(at)iwu(dot)de

Bearbeitungszeitraum

2011

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

{$text_de_printpage}