Unterstützendes Wissenschaftsmanagement

Koordination der Ressortforschungen für die Mehrebenensteuerung 'Nachhaltige Stadtentwicklung Hessen'

Ausgangslage

Das IWU-Konzept der Mehrebenensteuerung für Nachhaltige Stadtentwicklung mit strategischen Partnerschaften orientiert sich an den EU-Governancekonzepten der Mehrebenensteuerung mit der Methode der 'Offenen Koordination' und 'Integrierten Leitlinien'. Darüber hinaus wendet das IWU-Konzept ein weiteres bedeutendes Steuerungselement an: Die Vorbereitung und Begleitung von strategischen Partnerschaften durch die entsprechende Koordination der ressort- bzw. sektorbezogenen Wissensproduktion (Ressortforschung).
Mit erziehungswissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen und speziell wohnungswirtschaftlichen Erhebungen und Fallstudien durch hessische Hochschulgruppen wurde von der HEGISS-Begleitforschung gezeigt, auf welche Weise und in welchen lokalen Partnerschaften  Wohnungswirtschaft, Schulen sowie Förderungen der lokalen Ökonomie und Beschäftigung an der Überwindung der unfreiwilligen sozialräumlichen Segregation einzelner Stadtteile mitwirken können. Gestützt auf politikwissenschaftliche Erhebungen und Fallstudien zur BürgerInnenbeteiligung und zu lokalen Politiknetzwerken wurde gezeigt, was bei der Gründung lokaler Partnerschaften zu beachten ist. Das heißt, die 'Strategischen Partnerschaften' werden durch Wissenschaftsmanagement vorbereitet und begleitet. Wissenschaftsmanagement ist eine wesentliche Infrastruktur von offenen strategischen Partnerschaften mit komplexen und dynamischen Zielsetzungen und gemäß Subsidiaritätsprinzip möglichst unterschiedlichen Vorgehensweisen. Die Ressortforschung des Bundes ist vom Wissenschaftsrat auch unter diesen Gesichtspunkten vor Kurzem evaluiert worden.

Ziele

Mit den in der Lenkungsgruppe 'Nachhaltige Stadtentwicklung Hessen' vertretenen Ressorts und Verbänden wird nach dem Vorbild der HEGISS- Begleitforschung ein Konzept für das Wissenschaftsmanagement zur Vorbereitung und Begleitung der vier bisher geplanten strategischen Partnerschaften entwickelt. Das Konzept für das die Mehrebenensteuerung unterstützende Wissenschaftsmanagement soll Vorgehensweisen für mindestens vier Aufgaben aufzeigen:

  • Ergänzung der vorherrschenden Zielgruppenorientierung der Ressortforschung (z. B. KMU, Altersgruppen etc.) mit Sozialraumorientierung (Stadtregion, Stadt, Stadtteil)
  • Identifizierung von Optionen für koordinierte Problemlösungen bzw. Investitionen im gleichen Sozialraum zur gleichen Zeit (Erzeugen von wechselseitig positiven externen Effekten)
  • Identifizierung von Optionen für den Interessenausgleich zwischen den Teilnehmern an strategischen Partnerschaften (Motivierung von Vetospielern)
  • Mitwirkung der Ressortforschung bei der Mehrebenensteuerung: Zielvereinbarung, Ergebnis- und Vorgehensvergleich zwischen den strategischen Partnerschaften auf der städtischen Ebene

Vorgehen

Parallel zu den Gründungsvorbereitungen für die Strategischen Partnerschaften werden mit den Verantwortlichen für die Ressortforschung in der Lenkungsgruppe 'Nachhaltige Stadtentwicklung Hessen' die Optionen für die Koordination der Ressortforschungen und für die Einrichtung eines gemeinsam finanzierten Wissenschaftsmanagements sondiert. Aus den Ergebnissen wird ein Konzept für ein gemeinsames Wissenschaftsmanagement erstellt und der Lenkungsgruppe vorgelegt.

Bearbeitungszeitraum

01.01.2007 bis 31.12.2007

Ansprechpartner

Dr. Eberhard Mühlich
Tel. 06151 2904-33,
E-Mail e.muehlich(at)iwu(dot)de

Auftraggeber/Förderung
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

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