Privateigentümer von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern
Ausgangslage
Die Verfügbarkeit statistisch abgesicherter Informationen über private, nicht-institutionelle Kleinvermieter von Wohnraum steht im eklatanten Missverhältnis zur großen Bedeutung dieses Wohnungsanbietersegments, das schätzungsweise 60% aller Mietwohnungen in Deutschland stellt. In der Vergangenheit gab es zwar schon einige Studien in Gestalt von Primärerhebungen, um mehr über diesen Personenkreis, über seine sozioökonomische Struktur, seine Bestände und über sein strategisches Entscheidungsverhalten in der Vergangenheit bzw. seine zukünftigen Planungen zu erfahren. Einschlägige Untersuchungen erhoben jedoch nicht den Anspruch einer umfassenden Repräsentativität ihrer Ergebnisse bzw. wiesen einen starken regionalen Bezug auf, der eine Übertragung der Ergebnisse auf Gesamtdeutschland verbietet.
Ziele
Die Untersuchung soll einen empirischen Überblick über die Struktur, die Bestände sowie die Handlungsmotive und -strategien der privaten Kleinvermieter geben und die Relevanz dieses Anbietersegments für die Wohnungsmärkte, für die Bestandsentwicklung und für die Stadtentwicklung abschätzen. Zentrales Element der empirischen Datengewinnung ist eine schriftlich-postalische Befragung von rund 18.000 Gebäudeeigentümern.
Vorgehen
- Literaturrecherche zur Abbildung des aktuellen Forschungsstandes und zur Erfassung bisheriger Befragungen
- schriftlich-postalische Befragung von rund 18.000 zufällig ausgewählten Gebäudeeigentümern in Zusammenarbeit mit kommunalen Grundsteuerstellen
- Ergebnisauswertung einschließlich einer differenzierten Betrachtung der zukünftigen Entwicklung des Anbietersegments der privaten Kleinvermieter sowie deren Bestände mit einer Abschätzung der Folgen für die Bestände, die Wohnungsmärkte und die Stadtentwicklung
Kontakt
Holger Cischinsky
Tel. 06151 - 2904-37,
E-Mail h.cischinsky(at)iwu(dot)de
Bearbeitungszeitraum
2009 - 2011
Auftraggeber
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

