CO2-Bilanzierung für die Städte Darmstadt und Rheinberg

Ausgangslage
Die Städte Darmstadt und Rheinberg sind Modellstädte des Projektes Klimaschutz in Kommunen, welches unter Federführung der FH Erfurt, Fachgebiet Planung und Kommunikation, und mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) durchgeführt wird. Das Projekt setzt sich zum Ziel, unter Nutzung von Instrumenten des Kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements das Erreichen anspruchsvoller CO2-Minderungsziele durch die Beschleunigung von kommunalen Projekten zur CO2-Minderung zu unterstützen. Auf Basis eines Qualifizierungswettbewerbes der DBU wurden die oben genannten zwei Städte ausgewählt.
Voraussetzung zur Erreichung und Überprüfung der angestrebten CO2-Redukton ist die Kenntnis über die lokalen CO2-Emissionen und deren Quellen sowie die Entwicklung der beeinflussenden Faktoren, wie Bevölkerungszahlen, Verkehr und Wirtschaft. Sowohl im Hinblick auf die Umsetzung einer vergleichbaren Qualität der Bilanzen als auch die Möglichkeit die Ergebnisse vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Entwicklungen und Voraussetzungen der Städte direkt aufeinander beziehen zu können, ist die Erarbeitung gleichwertiger CO2-Bilanzen für die zwei Städte von gewichtiger Bedeutung. Die zwei Modellstädte wollen zur Erstellung dieser Bilanzen das Programm ECO2-Region der Schweizer Firma Ecospeed SA einsetzen.

Ziel
Das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) soll auf Basis des Programms ECO2-Region der Schweizer Firma Ecospeed SA für die zwei Modellstädte Darmstadt und Rheinberg  qualifizierte und gleichwertige CO2-Bilanzen fortlaufend ab dem Jahr 2000 erstellen. Die Ergebnisse sollen zusätzlich hinsichtlich Qualität, Vergleichbarkeit und Wirkungseffekte von Datenlücken überprüft werden.

Vorgehen
Von allen zwei Modellstädten werden die benötigten Daten dem IWU zur Verfügung gestellt. Diese Daten werden vom IWU übernommen und in den ECO2-Region Rechner eingegeben. Die Datenzuführung an das IWU und die Datenzuordnung nach Wirtschaftszweigen, Energieträgerarten, Verkehrskategorien und Treibstoffmix erfolgt nach den Anforderungen des ECO2-Region Rechners. Aufgrund der Dateneingabe und den sich daraus ergebenden Resultaten erfolgt eine überschlägige Plausibilitätsprüfung. Es erfolgt eine Auswertung der erhaltenen und eingegebenen Daten mit dem ECO2-Region Rechner. Da im unterschiedlichen Maße mit Datenlücken zu rechnen ist, ist es notwendig die jeweiligen Auswirkungen dieser Datenlücken auf das Gesamtergebnis der einzelnen Städte abzuschätzen. Das heißt, die nutzbaren Daten und die Datenlücken werden einer Wirkungsprüfung unterzogen. Schwachstellen des ECO2-Region Rechners, welche sich bei der Dateneingabe und der Programmnutzung zeigen, werden erfasst und dokumentiert, so dass nachfolgende Anwender darauf aufbauen können.
Eine vergleichende überschlägige Auswertung zwischen den Städten wird durchgeführt. Diese basiert auf den vorangegangenen Einzelauswertungen mit dem ECO2-Region Rechner und es soll für jede einzelne Stadt eine vergleichende Gegenüberstellung zu den jeweils anderen Städten gemacht werden. Ein Kurzbericht einschließlich eventueller Programmschwachstellendokumentation in der praktischen Anwendung wird erstellt, welcher die wichtigsten Resultate und Folgerungen differenziert für die beiden Städte darstellt.

Kontakt
Peter Werner
Tel. 06151 - 2904-39
E-Mail p.werner(at)iwu(dot)de 

Bearbeitungszeitraum
2009

Auftraggeber
Wissenschaftsstadt Darmstadt, Stadt Rheinberg

 

{$text_de_printpage}