Tätigkeitsbereiche

Wohnen 

Durch den quantitativen und strukturellen demografischen Wandel, die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft, steigende Energiepreise und eine sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich differenziert sich der Wohnungsmarkt stark aus. Das IWU fördert durch seine Expertisen die Transparenz auf dem Wohnungsmarkt. Hierzu stellt es Analysen und Prognosen zu Angebot, Nachfrage, Preisen und Leerständen zur Verfügung. Daraus leitet es Konzepte und Handlungsempfehlungen ab. Sie setzen Bund, Land und Kommunen in die Lage, im Rahmen der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik Ziele wie Vermeidung von Segregation, Anpassung an die Nachfrage oder energetische Sanierung des Wohnungsbestandes umzusetzen. In zunehmendem Maße sollen Analysen, Prognosen und Konzepte auch für Verbände, Bestandshalter und Immobilienfinanzierer erarbeitet werden.

Breite methodische Kompetenzen insbesondere bei Primärerhebungen, repräsentativen Stichproben, Ökonometrie, Mikrosimulation und Geoinformationssystemen sind die Grundlagen, mit denen sich das Institut stets neuen inhaltlichen Herausforderungen stellt.

 

Energie

Der Klimaschutz erfordert entschiedene, zielgerichtete Maßnahmen zur Reduktion des Verbrauchs fossiler Energieressourcen. Der Gebäudesektor ist einer der Bereiche, in denen erhebliche Einsparungen ohne Einschränkungen des Lebensstandards oder Komforts allein durch technische Maßnahmen möglich sind. Durch hochwirksamen Wärmeschutz wird der Energiebedarf so weit reduziert, dass eine Deckung durch regenerative Energieträger auch in der Breite möglich ist.

Das IWU beteiligt sich an der Erarbeitung umfassender Gesamtstrategien zur Reduktion des Energieverbrauchs von Gebäuden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Die existierenden Energiespar- und Klimaschutzinstrumente (z. B. Förderprogramme) werden evaluiert, Szenarienanalysen durchgeführt und zielgerichtete Verbesserungen vorgeschlagen.

Parallel analysiert das IWU die Rahmenbedingungen für die Entscheidungen der verschiedenen im Gebäudebereich tätigen Akteure (selbstnutzende, vermietende Eigentümer, Miet- und Kaufinteressenten) und erarbeitet Konzepte für die Verbesserung auf unterschiedlichen Ebenen. Darüber hinaus werden Methoden und Werkzeuge erarbeitet, die eine effiziente Integration des Energie-Aspekts in der Planungs- und Beratungspraxis sowie in der Immobilienwirtschaft fördern.

Das IWU versteht es als eine seiner Aufgaben, hierzu einen maßgeblichen Forschungsbeitrag zu leisten. Es wirkt auch bei der Entwicklung entsprechender technischer Lösungen mit und trägt zu deren Markteinführung bei. Im Rahmen von Modell- und Demonstrationsprojekten werden neue Technologien unter realen Bedingungen auf ihre tatsächliche Energieeffizienz und ihren Gewinn für die Gebäudenutzer hin überprüft.

 

Integrierte nachhaltige Entwicklung

Die Forschung des IWU gründet auf dem  Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung, bei der soziale, ökonomische und ökologische Belange aufeinander bezogen und miteinander verbunden werden. Dabei gehen wir von der Prämisse aus, dass eine nachhaltige Entwicklung nur dann erfolgreich sein kann, wenn die integrierte Entwicklungs- und Umgestaltungsprozesse im Zusammenwirken von Akteuren des öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Sektors gesteuert werden.

Die Umsetzung dieses Leitbildes ist in besonderer Weise an den von den demografischen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen geprägten städtischen Raum geknüpft. Die Städte sind die Antriebsräume der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung und zugleich die zentralen Orte für den sie umgebenden stadtregionalen Raum. Sie beanspruchen aber auch überproportional die natürlichen Ressourcen und sind zu 80 % Verursacher der CO2-Emissionen.

Die verschiedenen Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung werden in Analysen, Konzepten und Modellvorhaben problembezogen integriert und Lösungskonzepte über verschiedene Maßstabsebenen hinweg, vom einzelnen Gebäude über das Quartier bis hin zur Region, erarbeitet und miteinander in Bezug gesetzt. Das Institut verknüpft dabei Effizienz-, Suffizienz- und Konsistenzstrategien miteinander.

 

Seite drucken