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Wie vorbildlich dürfen Bundesbauten sein?


Im Zuge der Novellierung des Erlasses zur „Energetischen Vorbild­funktion von Bundesbauten“ untersuchte das IWU in zwei For­schungsprojekten, inwieweit im Rahmen des haushaltsrechtlichen Wirt­schaftlichkeitsgebotes des Bundes eine Fortschreibung des Erlasses zur Verschärfung der Vorgaben für Bundesbauten gegenüber der Energieeinsparverordnung möglich ist.

Hierzu führte das IWU energetische und ökonomische Unter­suchungen für eine Reihe von Variationen der Wärmeschutzniveaus sowohl für den Neubau als auch für die Bestands­sanierung durch. Es zeigte sich, dass die derzeit für Bundesbauten geltende Auslegung des Wirtschaftlichkeitsgebotes die Realisierung ehrgeizigerer Energiestandards nicht in dem Maß zulässt, wie es im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Bundesregierung erforderlich wäre.

Entsprechend einer im Projektverlauf verfassten juristischen Expertise ist das Haus­haltsrecht jedoch nicht per se berechtigt, die Umsetzung politisch gesetzter Ziele zu behindern. Viel­mehr trifft es lediglich eine Aussage, wie mehrere zur Zielerreichung gleichermaßen geeig­nete Maßnahmen zu gewichten sind.

Aus diesem Grund untersuchte das IWU ergänzend, wie der Mehrwert von Energie­effi­zienzmaßnahmen innerhalb einer Nutzwertanalyse veranschaulicht werden kann.

Vor Kurzem sind die Ergebnisse der beiden Forschungsprojekte im Rahmen einer Publi­ka­tion des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlicht worden.