Kommunale Klimaanpassung im Vergleich – Die Diffusion von Politikinnovationen

Ausgangslage

Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel gelten als unvermeidlich und bilden neben dem Klimaschutz eine der wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Aufgaben der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Den Städten und Gemeinden kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu, da hier geeignete Anpassungsmaßnahmen identifiziert und umgesetzt werden müssen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage, wie Innovationen in der kommunalen Klimaanpassung und ihre Verbreitung gefördert werden können, eine zunehmend größere Bedeutung.

Ziele

Das Projekt konzentriert sich auf die Frage, wie die Verbreitung bzw. Diffusion innovativer kommunaler Klimaanpassungspolitik erklärt und damit am besten gefördert werden kann. Obwohl die Diffusion aktuell als besonders erfolgversprechende Form der klimapolitischen Steuerung gepriesen wird, wissen wir noch erstaunlich wenig über ihre Funktionsweise und die zugrundeliegenden kausalen Mechanismen. Dies gilt besonders für den Bereich der Klimaanpassung und die lokale Politik außerhalb von Großstädten. Vor diesem Hintergrund zielt das beantragte Projektvorhaben zunächst darauf ab, den gegenwärtigen Stand der lokalen Klimaanpassungspolitik in den hessischen Kommunen festzustellen. Zudem sollen einschlägige Formen der interkommunalen Interaktion identifiziert werden, um besser zu verstehen wie Diffusionsprozesse funktionieren. In einem weiteren Schritt sollen dann auf Grundlage der erzielten Erkenntnisse konkrete Empfehlungen zur gezielten Unterstützung von Diffusionsprozessen in der Klimaanpassungspolitik entwickelt werden.

Vorgehen

Das Flächenland Hessen bietet sich als Fallstudie besonders an, da es mit nur 5 Großstädten bei 421 Klein- und Mittelstädten sowie Gemeinden ohne Stadtrechte bezüglich seiner Verwaltungs- und Siedlungsstruktur die kommunale Vielfalt in Deutschland vergleichsweise gut widerspiegelt. In dem Projekt werden im ersten Schritt die Aktivitäten der hessischen Kommunen im Klimaanpassungsbereich erhoben und dann auf mögliche Diffusionseffekte untersucht. Die Erkenntnisse werden in einem Workshop den Kommunen und interessierten Expert*innen und Praktiker*innen kommuniziert.

Bearbeitungszeitraum

Oktober 2019 - September 2021

Projektteam

Prof. Dr. Kai Schulze, Dr. Jonas Schönefeld

Kontakt

Prof. Dr. Kai Schulze
06151 16-57340
schulze(at)pg.tu-darmstadt(dot)de

Dr. Jonas Schönefeld
06151 2904-38
j.schoenefeld(at)iwu(dot)de

Fördermittelgeber

  • Fritz Thyssen Stiftung

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