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26.05.2026

Netzwerktreffen in Mainz


Auf dem Frühjahrstreffen des Bundesarbeitskreises Wohnungsmarktbeobachtung am 23. und 24. April
in Mainz. © BAKWoB

Frühjahrstagung Bundesarbeitskreis Wohnungsmarktbeobachtung

Zu seiner Frühjahrstagung traf sich der Bundesarbeitskreis Woh­­nungs­markt­beobachtung im April in Mainz. Organisiert und vor Ort moderiert wurde das Treffen von Helmut Schneider von der Woh­nungs­markt­beobachtung im ehemaligen rheinland-pfälzischen Finanzministerium zusammen mit Rupert Eisfeld vom Forschungsfeld Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik des IWU in Darmstadt. Das zweitägige Netzwerktreffen war somit das erste bilateral ausgerichtete Treffen des Bundesarbeitskreises und fand im Großen Sitzungssaal des zwischenzeitlich neu gegründeten „Ministeriums für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur“ (MKBWK) des Landes Rheinland-Pfalz statt.

Vielfältiges Programm mit Fachvorträgen, Expertenaustausch und Exkusion

Nach der Begrüßung durch den rheinland-pfälzischen Bauabteilungsleiter Felix Edlich befasste sich der erste Tag den aktuellen Herausforderungen auf den Wohnungs­märkten. Dazu steuerten IWU-Forschende zwei Fachvorträge bei: Dr. Ines Weber-Kessel sprach zur Wohnkostenbelastung von Mietenden im regionalen Vergleich, während Nikolas Daub zu Unterschieden in den Förderprogrammen der Länder für den sozialen Wohnungsbau referierte.

Im Fokus des zweiten Tages standen die Themen „Verfügbarkeit von Wohnraum“ und „Entwicklung von Baukosten und Bezahlbarkeit“. Geführt vom Architekten Tilmann Weyel besuchten die Teilnehmenden am Nachmittag die Baustelle der ehemaligen "Kommissbrotbäckerei" nahe des neuen Mainzer Zoll- und Binnenhafens – hierbei stand insbesondere die Verbindung von qualitätsvollem Bauen und geringen Baukosten der Wohnbau Mainz GmbH im Fokus. Die Exkursions-Teilnehmenden wandelten dort auf den Spuren von Bundesbauministerin Verena Hubertz, die das Vorhaben im September 2025 gemeinsam mit dem damaligen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer besucht hatte.

Programm der Frühjahrstagung (Rheinland-Pfalz und Hessen) in Mainz,
23. / 24. April 2026 (PDF)

Nächste BAK-Treffen in Kiel und Berlin

„Das BAK-Programm war wie immer ambitioniert und ergebnisoffen, damit auch der breite Austausch und Diskurs gelingt“, resümiert Helmut Schneider. Gemeinsam mit Rupert Eisfeld habe man den Teilnehmenden nicht nur ein vielseitiges Fachprogramm, sondern zugleich unterschiedliche Facetten der Mainzer Stadtentwicklung näherbringen wollen – vom historischen Stadtbaumeister Kreyßig-Erbe bis zu aktuellen Wohnungsbauprojekten im Zollhafen.

„Auch die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen hat das Treffen bereichert und gezeigt, wie wertvoll der kontinuierliche Austausch innerhalb des Netzwerks für die Wohnungsmarktbeobachtung ist. Umso mehr freuen wir uns bereits jetzt auf das Wiedersehen bei den nächsten BAK-Treffen in Kiel und Berlin“, so das gebündelte Fazit des Organisatoren-Teams.

Kontakt:

Helmut Schneider
Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz, Wohnungsmarktbeobachtung

Rupert Eisfeld
Institut Wohnen und Umwelt, Forschungsfeld Wohnungsmärkte und Wohnungspolitik

 

Der Bundesarbeitskreis Wohnungsmarktbeobachtung ist ein seit 1996 bestehendes Netzwerk von Institutionen auf Bundes- und Landesebene, die sich mit kontinuierlicher Wohnungsmarktanalyse beschäftigen. Zweimal jährlich kommen die Mitglieder zusammen, um aktuelle Entwicklungen auf den Wohnungsmärkten sowie methodische Fragestellungen zu diskutieren. Zum Kreis der Beteiligten gehören neben dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) auch zahlreiche Förderbanken und Forschungseinrichtungen der Länder.

Bundesarbeitskreis Wohnungsmarktbeobachtung