Kombisysteme zur nachhaltigen Wärmeversorgung

Ausgangslage

Neue Konzepte für die Wärmeversorgung von Gebäuden sind notwendig wenn die langfristigen CO2-Minderungsziele eingehalten werden sollen. Die gilt insbesondere im Gebäudebestand: hier kann man vorerst nicht davon ausgehen, dass der im Neubau mögliche Passivhausstandard flächendeckend umgesetzt wird. Ein guter Niedrigenergiehausstandard wird in der Regel auch im Altbau möglich sein, erreicht aber mit einer konventionellen Wärmeversorgung noch nicht die ehrgeizigen Klimaschutzziele.

Ziele

Im Rahmen des Projekts sollen die Einsatzmöglichkeiten für neuartige Wärmeversorgungslösungen bei Niedrigenergiehäusern untersucht werden. Dabei geht es um Kombisysteme, das heißt es wird auf mehrere Wärmeerzeugungstechnologien gleichzeitig zurück gegriffen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen soll die Kombination Biomasse (Holzpellet-Ofen) / Abluftwärmepumpe / Solarthermie stehen.

Mit der Verbindung dieser Technologien sollen zum einen eine besonders hohe Energieeffizienz und niedrige CO2-Emissionen bei der Wärmeversorgung erreicht werden. Zum anderen ist als weiterer Nachhaltigkeitsaspekt die Ressourcenverfügbarkeit zu berücksichtigen: Gerade beim Einsatz von Biomasse ist zu beachten, dass dieser Energieträger nicht in beliebigem Umfang zur Verfügung steht und daher eine besonders sparsame Verwendung trotz der niedrigen spezifischen CO2-Emissionen notwendig ist.

Vorgehen

Es wird zunächst eine Sichtung der am Markt verfügbaren Systeme und Komponenten durchgeführt. Die Kombination der Einzeltechnologien wird mit Hilfe von dynamischen Simulationsrechnungen analysiert, die mit dem Programm TRNSYS durchgeführt werden. Dabei werden insbesondere Fragen der Auslegung des Systems, die Robustheit des Konzepts (z. B. im Hinblick auf unterschiedliches Nutzerverhalten) und die Möglichkeiten der Kostenoptimierung untersucht - und zwar jeweils im Hinblick auf die erreichten Energie- und CO2-Einsparungen und den Umfang des Biomasse-Einsatzes. Am Ende sollen die Perspektiven im Hinblick auf eine breitere Markteinführung beurteilt werden.

Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro inplan aus Pfungstadt durchgeführt. Auf diese Weise können insbesondere Erfahrungen aus der Planungspraxis mit eingebunden werden.

Bearbeitungszeitraum

März 2008 - September 2009

Kontakt

Dr. Nikolaus Diefenbach
Tel.: 06151 2904-32
E-Mail: n.diefenbach(at)iwu(dot)de

Auftraggeber/Förderung

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