Wärmepumpen für kommunale Gebäude in Hessen

Ausgangslage

Elektrischen Wärmepumpen wird eine entscheidende Rolle beim Übergang zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung zugeschrieben. Im Gebäudebestand sind aber erst seit wenigen Jahren relevante Marktanteile zu verzeichnen, und zwar vor allem bei Einfamilienhäusern. Bei größeren Gebäuden, insbesondere auch Nichtwohngebäuden, ist die Dynamik bisher offenbar geringer. Vor diesem Hintergrund sind auch viele Kommunen in Hessen mit der Frage konfrontiert, unter welchen Bedingungen die Einführung elektrischer Wärmepumpen in ihrem eigenen Gebäudebestand gelingen kann.

Ziele

Durch das Projekt sollen die hessischen Städte, Gemeinden und Landkreise bei der verstärkten Umstellung auf Wärmepumpen im kommunalen Gebäudebestand unterstützt werden. Dazu werden einerseits bestehende Wärmepumpen in den Kommunen analysiert und Optimierungsoptionen aufgezeigt. Andererseits sollen Entscheidungsprozesse, Abläufe und Erfahrungen erfragt, Hemmnisse für den Einsatz von Wärmepumpen identifiziert und daraus Handlungsstrategien entwickelt werden. Ziel ist es, Praxiswissen zu bündeln und konkrete Empfehlungen für die unterschiedlichen kommunalen Nichtwohngebäude und Rahmenbedingungen abzuleiten.

Vorgehen

Das Projekt wird gemeinsam mit hessischen Kommunen durchgeführt. Bei vorhandener Wärmepumpe werden im Zuge eines Vor-Ort-Termins Gebäudezustand sowie Anlagentechnik erfasst. Über ein Jahr hinweg werden Messdaten erhoben, ausgewertet und hinsichtlich der Effizienz verglichen. Auf dieser Basis lassen sich konkrete Optimierungshinweise ableiten. Ergänzend klären Gespräche die technischen Entscheidungsprozesse sowie Kosten und Betriebserfahrungen.

In allen Teilnehmerkommunen sind Interviews mit technischen und administrativen Akteuren geplant. Dabei werden Erwartungen, Hemmnisse, Förderzugänge und auch Handlungsbedarfe erörtert. So entsteht ein umfassendes Bild über Chancen und Herausforderungen beim Umstieg auf Wärmepumpen und für die teilnehmenden Kommunen die Möglichkeit, ihre eigene Herangehensweise zu reflektieren und Optimierungsvorschläge einzubringen.

Bearbeitungszeitraum

Februar 2026 - Januar 2028

Projektteam

Kontakt

Dr. Jonas Schönefeld
06151 2904-38
j.schoenefeld(at)iwu(dot)de

Fördermittelgeber

  • Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen
    und ländlichen Raum

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